Immer wohlig warm im Winter

13.01.2020 – Der Februar ist im Hamburger Umland bekannt für seine niedrigen Temperaturen. Damit es in den Wohnhäusern immer wohlig warm bleibt, werden die Heizungen wieder auf Hochtouren laufen.

Für Björn Bardowicks von Bardowicks Holzbau zeigt sich in dieser Zeit besonders gut, ob Heizung und Haus aufeinander abgestimmt sind. „Eine Heizung sollte immer im Zusammenhang mit der Dämmleistung des Hauses betrachtet werden“, so Dipl.-Ing. Bardowicks. Mit einer entsprechenden Gebäudehülle ist sogar ein Haus ohne Heizung machbar, ohne dass es in den Räumen kalt wird. Eine moderne Gebäudehülle sorgt dafür, dass möglichst wenig Wärme aus den Wohnräumen verloren geht, entsprechend gering ist heute der Bedarf an Heizenergie. „Die beste Wärme ist die, die nicht aus dem Haus entweicht“, bringt Bardowicks es auf den Punkt. Darum ist bei ihm die Dämmung bereits im Wandaufbau integriert und muss nicht zusätzlich zum Mauerwerk eingebracht werden. Häuser von Bardowicks Holzbau erzielen zudem hohe Dichtigkeitswerte, so dass Wärme nicht unkontrolliert nach außen dringen kann.

Weil moderne Häuser nur noch eine geringe Heizleistung von weniger als 45 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr benötigen, sind Heizungen heute auf entsprechend niedrige und gleichbleibende Leistung ausgelegt. Ob Wärmepumpe, Pellet-, Hackschnitzel oder Gasheizung – die Auswahl ist auch unter Berücksichtigung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit groß. Björn Bardowicks bevorzugt immer Energieträger, die auf erneuerbare Ressourcen setzen. Auf diese Heizungen gibt es auch eine Förderung vom Staat. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat vor wenigen Tagen die Förderung 2020 vorgestellt. Bei Austausch einer Ölheizung werden bis zu 45 Prozent der Kosten gefördert.

Niedrigenergie-Heizungen

Wärmepumpen gehören zu den beliebtesten Heizungsarten bei Holzhäusern. Sie können mit einer Solarthermie kombiniert werden und steuern auch die Warmwasseraufbereitung. Eine solche Heizung nutzt die Wärme aus der Umgebung des Hauses: entweder die Temperatur im Boden, im Grundwasser oder der Außenluft. Eine Flüssigkeit nimmt die Wärme von außen auf, damit sie verdichtet werden kann. Dabei steigt die Temperatur der Flüssigkeit. Mit dieser Wärme wird schließlich das Heizungswasser erhitzt. Betrieben wird die Pumpe mit Strom. Je nach Effizienz der Pumpe entstehen aus einer Kilowattstunde Strom durchschnittlich vier Kilowattstunden Heizleistung.

Auch Holz ist ein erneuerbarer Energieträger. Es kann als Zentralheizung mit Pellets und Hackschnitzeln oder als Kamin- und Kachelofen für Wärme in einzelnen Bereichen sorgen. Holz hat einen hohen Brennwert, setzt aber Kohlendioxid frei. Bei jeder Entscheidung ist zu berücksichtigen: Wie viel Heizenergie wird benötigt? Das ist für Björn Bardowicks auch die zentrale Frage bei An- und Umbauten sowie energetischen Sanierungen. „Bei der Heizung kommt es weniger auf die Betrachtung der einzelnen Maßnahme an, sondern auf das Ganze.“ Und es freut ihn, wenn mit wenig Energieaufwand ein wohliges und gutes Raumklima herrscht.

Fördermittel mitnehmen – Neubau

Im Neubau existieren drei Stufen mit verschieden hohem Förderumfang, KFW 55, KFW 40 und KFW 40+. Für alle drei Förderprogramme wurden die Kreditsummen und die Tilgungszuschüsse erhöht. (KFW Förderprogramm 153)

Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020/

Fördermittel mitnehmen – Wo fange ich im Bestand an?

Bei Bestandgebäuden geht die meiste Energie über Dach und Fenster verloren, das ist auf die Gesetze der Physik zurückzuführen. Energie sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und die warme Luft steigt nach oben. Im zwanzigsten Jahrhundert wurden Dächer und Fenster mit schlechteren Dämmwerten gebaut. Daher bietet es sich an diese Maßnahmen als Erstes anzugehen. Durch die Anpassungen des BAFA-Amts werden Fenster und Dachsanierungen von nun nicht mehr mit 10%, sondern mit 20% der Bausumme bis 120.000 Euro über die KFW gefördert.

(Bsp: KFW Förderprogramm 430)


Ablauf der KFW Förderung

  1. Angebot einholen
  2. Energieberater beauftragen
  3. Unterlagen erstellen lassen
  4. BZA ID – KFW-Zulassungsportal
  5. Antrag stellen – BZA –> Hausbank –> Kredit

Umsetzung

  1. Vor Ort Kontrolle und Abnahme
  2. BnD-ID vom Energieberater
  3. BnD-ID –> KFW Zulassungsportal
  4. Zuschuss erhalten

Gültig ab 24.01.2020 – KFW Förderprogramme für Neubau und Bauen im Bestand : /www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/index-2.html